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Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land ?

Heute haben wir einen kleinen Kommentar zum Thema Schönheit für euch. Es handelt sich um eines der seltenen Exemplare, die sogar ansatzweise ernst zu nehmen sind. Wir wünschen viel Spaß.„Es war einmal vor langer langer Zeit, da lebte ein Mädchen, mit einer Haut, so weiß wie Schnee, Haaren so Schwarz, wie Ebenholz und Lippen so rot, wie Blut… “ Märchen, wie Schneewittchen, Cindarella, die Schöne und das Biest spiegeln die Wünsche junger Mädchen nach makelloser Perfektion wieder. Dass dieses Verlangen teils Realität geworden ist, zeigt sich im 21. Jahrhundert, in dem Menschen mit allen Mitteln versuchen, ihre surrealen Schönheitsideale zu erreichen. Die Frage ist nun: Ist wahre Schönheit nur durch Make-up und Operationen zu erreichen?Schönheit wird in Ausstrahlung und Aussehen gemessen, aber wer bestimmt, wie Menschen optisch wirken? Schönheit ist Proportion, Symmetrie und Gesundheit, alles Vorgaben die zufällig getroffen werden und auf die wir keinerlei Einfluss haben. Die Schädelstruktur des einen Menschen ergibt eben optisch eine ansprechendere Form, als die eines anderen, aber genau das ist es was manche Experten wohl „Vielfältigkeit“ nennen. Das ungezähmte Verlangen nach Perfektion hat negative Einflüsse auf die Gesellschaft, vor allem auf die Entwicklung junger Menschen. Kinder lernen, dass es am wichtigsten ist gut auszusehen, das Wort Charakter sagt den meisten nichts mehr. Die Politik von heute muss nicht mehr gegen Drogensüchtige kämpfen, denn die Massen steigen auf andere Medikamente um. Make-up-Freaks, Mascara-Junkies und Kosmetik-lover bilden die Grundfesten des 21. Jahrhunderts. Dass durch den Beautywahn Millionen Tiere zum Wohle der Weiblichen Bevölkerung bereitwillig geopfert werden, verdeckt man geschickt mit Concealer und Abdeckstift. Der Wunsch nach der größtmöglichsten Anerkennung und Bewunderung durch das andere Geschlecht treibt Individuen über Nagelstudios zu den Operationstischen eines Schönheitschirurgien. Es ist Standard geworden, dass amerikanische Mädchen sich zu ihrem 16. Geburtstag eine neue Nase wünschen. Bei diesem Prozess muss der Nasenknochen natürlich erst einmal mit Hammer und Meißel in hübsche kleine Stückchen gebrochen werden, was die Teenies jedoch gerne in Kauf nehmen, um noch begehrenswerter zu erscheinen. Mummy und Daddy finanzieren ihrem bald perfekten Töchterchen großzügig die Operationskosten, die von 10.000 Dollar bis ins unermessliche reichen. Aber vor allem Stars und Promis, die Idole kreisch süchtiger Teenie-gruppen, tragen zu einer gefährlichen Wandlung der Schönheitsikonen bei. Ohne ein 3- Stündiges Styling verlassen Promis, wie Paris Hilton, ihre Luxusvillen nicht, die ungeschminkte Wahrheit wird hier der Öffentlichkeit vorenthalten und vermittelt Fans den Eindruck eines überirdischen surrealen Wesens, dessen Perfektion es zu erreichen gilt.Dass nur optische Werte zählen, bestätigt sich leider ebenfalls in der Modebranche. Modells müssen hübsch, schlank und schokoladenbraun gebrannt sein, um elegant und graziös über den Laufsteg schweben zu können, und um die potthässlichen Designerklamotten bestmöglich präsentieren zu können. Dass die It-Girls der High-society nur noch aus Knochen bestehen ist absolute Normalität. Hervorstehende Rippchen werden fachgerecht weg retuschiert, Rouge und Eyeshadow quasi auf den Schädelknochen aufgetragen, und die letzten überlebenden Haarbüschelchen in voluminöse Stylings frisiert. Die Botschaft der Modedesigner ist klar: Schön ist, wer dünn ist! Welche erschreckenden Folgen ein solches Schönheitssymbol, das auf Aussehen und Gewicht basiert, nach sich zieht, zeigt sich in Ärztestudien, denen zufolge die Anzahl der Untergewichtigen Jugendlichen im Alter von 10-18 Jahren im Laufe der Zeit immer weiter gestiegen ist. Dass es ein Trend ist, Essen wieder hoch zu würgen, nur um im Sommer die absolute Traumfigur zu erreichen, ist schon lange bekannt. Mit einem harmlos wirkenden Einstieg, beispielsweiße eine Diät, purzeln die ersten Pfunde der auch so verhassten und unerwünschten Normalfigur. Individuen geraten regelrecht in einen Rausch, denn sie haben das Gefühl, Willensstärke zeigen zu können, wenn sie der elementaren Nahrungsaufnahme wiederstehen können. Dass Mutter Natur den Mensch so gebaut hat, dass er sich regelmäßig mit Nahrungsmitteln aller Art versorgen muss, um überhaupt existieren zu können, wird zu einem ernsthaften Problem. Bei einer dauerhaften Unterernährung, beginnt der Körper, aufgrund mangelnder Energiereserven, innere Organe zu zersetzen, welches zu dauerhaften Schädigungen und im schlimmsten Fall mit dem Tod durch Herzversagen endet. Solche Menschen sind natürlich für Krankheiten, wie Bulimie ein gefundenes Fressen. Einmal im Kopf eingenistet, erfordert es eine langjährige Therapie und unermessliche geistige Stärke, um vom Magerwahn abzukommen. Dass diese nicht bei allen vorhanden ist, zeigt sich in der Sterbezahl und der Tatsache, dass Menschen im Zeitalter des kulinarischen Überflusses verhungern. So traurig es klingen mag, geben sich diese Menschen paradoxerweise freiwillig diesem Schicksal hin, während auf der anderen Seite des Globus Kinder ungewollt verhungern müssen. Märchen sind erfundene Geschichten. Sie verführen uns in eine Fantasy Welt, von der viele nur träumen können. Aber ihre Schönheitsideale sind nicht real und haben keinen Platz, um auf unserem Planeten existieren zu können. Dennoch steckt in jedem Mädchen eine Prinzessin, wenngleich sich diese durch die inneren Werte zeigt, und Aussehen und Gewicht keine Ausschlaggebenden Kriterien sein sollten. Es wird Zeit aus dem Märchen aufzuwachen, denn so manch eine Prinzessin fiel in einen 100-Jährigen Schlaf, aus dem sie auch der Notarzt ihrer Träume nicht wieder erwecken konnte. Und am Ende dieses Märchens, das ich Realität nenne, heißt es dann: Und wenn sie nicht gestorben ist, so hungert sie noch heute…

kreativ-klinik am 4.9.15 22:25

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